Über das TTZ NEW – Die Produktion der Zukunft „made in Weiherhammer“

Das TTZ NEW macht die intelligente Fabrik der Zukunft in der Oberpfalz umsetzbar. Hier treffen Forschung, KI und Industrie aufeinander, um Innovation speziell für kleine und mittlere Unternehmen voranzutreiben.

Gerade im ländlichen Bayern entscheidet die Innovationskraft der kleinen und mittleren Unternehmen über die wirtschaftliche Zukunft ganzer Regionen. Das TTZ Neustadt a.d. Waldnaab (TTZ NEW) wurde gegründet, um Unternehmen dabei zu unterstützen, Entwicklungspotenziale sichtbar zu machen und diese mit Hilfe digitaler Technologien und künstlicher Intelligenz gezielt zu fördern. Statt abstrakter Visionen stehen konkrete Lösungen für die Produktion von morgen im Mittelpunkt.

Unterstützt durch den Freistaat Bayern und den Landkreis Neustadt a.d. Waldnaab ist in Weiherhammer eine Brücke zwischen den Unternehmen und der OTH Amberg-Weiden entstanden. Für Unternehmen bedeutet das: kurze Wege zu neuen Technologien, greifbare Anwendungsbeispiele und Ansprechpartner:innen, die die Sprache der Industrie verstehen.

Im Zentrum steht mit der Vision der „AI-driven Factory of the Future“ eine Fabrik, die mit Hilfe von KI effizient, flexibel und dennoch menschorientiert arbeitet. Digitale Prozesse, Daten und KI werden dabei nicht als Selbstzweck verstanden, sondern als Werkzeuge um:

  • Qualität zu sichern,
  • Kosten zu senken,
  • Fachkräfte zu entlasten, 
  • oder neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. 

Der Blick auf die Produktion ist dabei nicht starr auf einen einzelnen Schritt oder nur oberflächlich aufs Ganze gerichtet. Das TTZ versteht, dass Entwicklungsideen und -potenziale so individuell wie die Unternehmen selbst sind, und kann so immer den richtigen Forschungspartner vermitteln. Mit diesem Verständnis ist das TTZ NEW die erste Adresse in der Region, wenn es um die Produktion der Zukunft geht.

 

Warum ein TTZ? – Herausforderungen und Chancen für KMU

Viele Ideen, wenig Zeit: Gerade KMU stehen vor der Herausforderung, sich über Digitalisierung und KI auf dem Laufenden zu halten und das gelernte neben dem Tagesgeschäft umzusetzen. Das TTZ NEW hilft dabei und zeigt, wie aus Innovationspotenzial konkrete Projekte und Wettbewerbsvorteile werden.

Viele kleine und mittelständige Unternehmen verfügen über enormes Prozess- und Produktwissen, haben aber kaum Ressourcen, um sich systematisch mit neuen Technologien zu beschäftigen. Ideen für Automatisierung, Datenanalysen oder KI-Projekte entstehen oft „nebenbei“ im Alltag und bleiben dann dort stecken. Zudem fehlt es oft an Zeit, Budget oder dem Zugang zu spezialisiertem Know-how. Gleichzeitig wächst der Druck durch Fachkräftemangel, steigende Kosten und globale Konkurrenz.

Clusterinitiativen und Förderprogramme setzen hier Impulse und trotzdem ist der Weg von der Idee zur Umsetzung für Betriebe oft mühsam. Es fehlt ein Partner, der Technologie, Anwendung, Förderung und Qualifizierung aus einer Hand denkt und begleitet. Genau diese Rolle übernimmt das TTZ NEW. Es schließt die Lücke zwischen Forschung und Unternehmenspraxis, zwischen theoretischen Möglichkeiten und konkreter Umsetzung im Betrieb.

Die Stärke des TTZ NEW liegt darin, regionale Kompetenzen, Ingenieurwissen und Branchen-Know-how mit modernen Ansätzen wie Datenanalyse, KI-Methoden und digitalisierten Prozessen zu verknüpfen. So entstehen Wettbewerbsvorteile, die weit über die eigene Region hinausreichen können. Unternehmen können Innovationen schneller testen, Risiken minimieren und gezielt in Lösungen investieren, die zur eigenen Strategie und Unternehmenskultur passen.

Schwerpunkte & Technologien

Smart Factory, datenbasierte Prozesse oder auch KI-Sprachmodelle, das TTZ NEW bündelt Kompetenzen in Schlüsseltechnologien für die Produktion von morgen und übersetzt das Wissen in praxisnahe Anwendungen für die Industrie.

Das TTZ NEW konzentriert sich auf Themen, die für produzierende Unternehmen unmittelbar relevant sind und sich praxisnah in bestehende Strukturen integrieren lassen. Im Mittelpunkt stehen drei Kernfelder, die sich gegenseitig verstärken:

  • Smart Factory & Automatisierung
    Hierbei geht es um die intelligente Vernetzung von Maschinen, Anlagen und Logistik. Typische Themen sind etwa digitale Zwillinge, Assistenzsysteme für Mitarbeitende oder KI-gestützte Produktionsplanung und -optimierung. Ziel ist es, Prozesse transparenter zu machen, Durchlaufzeiten zu verkürzen und flexibel auf Veränderungen reagieren zu können.
  • Datenbasierte Prozesse & Geschäftsmodelle
    Viele Unternehmen erheben bereits viele Daten, kennen aber nicht deren volles Potenzial. Das TTZ NEW unterstützt dabei, diese Daten nutzbar zu machen. Von Qualitäts- und Prozessdaten über Condition Monitoring und Predictive Maintenance bis hin zu datengetriebenen Dienstleistungen. So entstehen ein Mehrwert entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
  • Künstliche Intelligenz & KI-Sprachmodelle
    KI wird im TTZ NEW als Schlüsseltechnologie verstanden, um Wissen, Erfahrung und Informationen im Unternehmen verfügbar zu machen. Beispiele reichen von KI-gestützten Assistenzsystemen an der Produktionslinie über Chatbots für Service und Instandhaltung bis hin zu Sprachmodellen, die komplexe technische Inhalte zugänglich machen. Für Unternehmen bedeutet das schnellerer Zugriff auf Wissen, entlastete Fachkräfte und effizientere Prozesse.

Alle Schwerpunkte eint der Anspruch, praxisnah und umsetzbar zu bleiben. Technologien werden im TTZ NEW nicht nur erforscht, sondern mit Unternehmen direkt in Demonstratoren, Pilotprojekte und gemeinsame Anwendungen überführt. 
 

Leistungen für Unternehmen – Vom ersten Gespräch zum F&E-Projekt

Ob Diskussion von Ideen, gemeinsame F&E-Projekte oder Qualifizierung: Das TTZ NEW begleitet Unternehmen Schritt für Schritt von der Idee bis zur Umsetzung im Betrieb. Alles individuell, praxisnah und auf Augenhöhe.

Der Kontakt zum TTZ NEW ist einfach und unkompliziert. Egal ob es eine erste Idee, ein konkretes Problem oder strategische Fragestellungen sind, der Einstieg in die Zusammenarbeit beginnt mit einem unverbindlichen gemeinsamen Gespräch. Daraus entstehen dann individuelle Wege, wie Technologie und Know-how erarbeitet und in den Betrieb gebracht werden können.

Typische Leistungsmodule sind:

  • Diskussion & Ideensichtung
    Analyse des Status quo, Identifikation von Potenzialen in Produktion, Logistik oder Verwaltung sowie Bewertung möglicher Einsatzszenarien für KI und digitale Technologien. Ziel ist ein klares Bild, wo sich der Einstieg lohnt und welche Schritte sinnvoll sind.
  • Projektentwicklung & Fördermittelauswahl
    Unterstützung bei der Auswahl passender Förderprogramme, der Ausarbeitung von Projektideen und der Antragstellung. Unternehmen profitieren von der Erfahrung des TTZ NEW mit kooperativen F&E- und Transferprojekten.
  • Gemeinsame F&E-Projekte & Auftragsforschung
    Entwicklung und Erprobung neuer Lösungen – von Prototypen über Testaufbauten bis hin zu Pilotanwendungen im laufenden Betrieb. So lassen sich Risiken minimieren und Erfahrungen sammeln, bevor Entscheidungen getroffen und Investitionen getätigt werden.
  • Netzwerk & Veranstaltungen
    Fachveranstaltungen, Praxisforen und interaktive Formate bringen Forscher und Industriepartner zusammen. So entstehen neue Kooperationen, Einblicke in Best Practices und Impulse für eigene Projekte.

Der große Vorteil: Lösungen werden gemeinsam mit den Unternehmen entwickelt, individuell zugeschnitten auf Prozesse, Mitarbeitende und Zielbilder des jeweiligen Betriebs, statt alles gleich auf den Kopf zu stellen.

Aktuelle Projekte

Projekt GeArLLM: KI-gestützte Automatisierung für die Fertigung der Zukunft

Im modernen Mittelstand sind effiziente Ressourcenplanung und schnelle Reaktionszeiten entscheidend. Doch gerade komplexe Aufgaben wie die Arbeitsplanung oder die CAM-Programmierung erfordern oft viel manuelle Expertise und Zeit. Genau hier setzt das neue Forschungsprojekt GeArLLM (Grouped expert Agents for resource management with Large Language Models) an, das im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) gefördert wird.

Zur Pressemeldung: Projektstart GeArLLM