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Energiewende trifft Raumplanung: Windenergie in der Praxis gedacht
Wie gelingt die Energiewende, wenn jedes Windrad auch Platz braucht? Im Rahmen der Wintervortragsreihe des DVW Bayern sprach Prof. Dr. Sonja Bauer, Professorin für Raum- und Umweltplanung an der OTH Amberg-Weiden, am Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung (LDBV) in München über die planerischen Aspekte der Energiewende.
Ein zentrales Thema ihres Vortrags war das Windenergieflächenbedarfsgesetz (WindBG). Es verpflichtet die Bundesländer, bis 2027 mindestens 1,4 % ihrer Landesfläche für die Windenergienutzung an Land auszuweisen, bis 2032 sogar 2 %. Damit werden ehrgeizige Ausbauziele gesetzt – deren Umsetzung in der Regional- und Bauleitplanung allerdings anspruchsvoll ist. Unterschiedliche Standortanforderungen, konkurrierende Nutzungsinteressen und rechtliche Konsequenzen bei Zielverfehlungen stellen Planerinnen und Planer vor große Aufgaben.
Prof. Bauer verdeutlichte, wie wichtig integrierte Planungsansätze und die enge Zusammenarbeit zwischen Fachdisziplinen sind, um die ambitionierten Flächenziele zu erreichen und gleichzeitig ökologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Interessen in Einklang zu bringen.
