Exkursion zu Kochendörfer Wasserkraftanlagen Turbinen-Maschinenbau
Studierende des Studiengangs „Energietechnik, Energieeffizienz und Klimaschutz“ unternahmen auf Einladung von Daniel Kabitschke, B.Eng., eine Exkursion zur Firma Kochendörfer Wasserkraftanlagen Turbinen-Maschinenbau e.K. in Pleystein. Daniel Kabitschke absolvierte 2017 den Bachelorstudiengang „Erneuerbare Energien“ an der OTH Amberg-Weiden, seine Bachelorarbeit widmete er der Auslegung von Kleinwasserturbinen unter Betreuung von Prof. Dr.-Ing. Andreas P. Weiß. Nach seinem Abschluss führte ihn sein beruflicher Weg zu Kochendörfer nach Pleystein, sodass nun ein OTH-Alumnus die Studierendengruppe durch „sein“ Unternehmen führen konnte. Die Exkursion fand im Rahmen des Teilmoduls „Wasserkraft“ statt, das Prof. Weiß verantwortet.
Kochendörfer entwickelt, fertigt und revidiert seit über 90 Jahren Pelton-, Francis- und Kaplanturbinen im Leistungsbereich < 50 MW. Die Maschinen werden auf der ganzen Welt eingesetzt. Neben Pleystein hat Kochendörfer eine weiteren Firmenstandort in der Türkei und ist dort sogar Marktführer.
Nach der Vorstellung des Unternehmens führte Daniel Kabitschke die Gruppe durch die Turbinenfertigung/-montage. Interessanterweise ist Kochendörfer zur Zeit mit der Revision der Turbinen und Pumpen für das Pumpspeicherwek Happurg (bei Hersbruck) beschäftigt. Das PSW Happurg musste nach einem Schaden im Oberbecken 2011 stillgelegt werden und soll nun 2028 mit den von Kochendörfer grundüberholten und verbesserten Maschinen wieder ans Netz gehen. Happurg wird dann als große „Batterie“ für den volatilen Wind- und Sonnenstrom helfen, die Stromversorgung 7/24 sicher zu stellen.
Daniel Kabitschke ist einer von vier Ingenieuren bei Kochendörfer/Pleystein und für die Konstruktion der Turbinen verantwortlich. Parallel dazu studiert er noch im Fernstudium an der TU Graz im Masterstudiengang „Wasserkraft“, das er in diesem Jahr abschließen wird.


