Grenzüberschreitende Exkursion nach Bayern: Studierende aus Pardubice zu Gast
Internationale Zusammenarbeit, praxisnahe Einblicke und interkultureller Austausch: Acht Studierende aus Pardubice erlebten bei ihrer Exkursion an die OTH Amberg‑Weiden ein vielseitiges Programm zwischen Campusleben, Karriereperspektiven und Kennenlernen der Region.
Acht Studierende der Universität Pardubice machten sich Ende April gemeinsam mit Šárka Zikešová und Ilona Bourová auf den Weg zu einer sechstägigen Studienexkursion an die OTH Amberg‑Weiden. Die durch die BTHA geförderte Exkursion setzte die erfolgreiche Kooperation beider Hochschulen fort und knüpfte an frühere Besuche in den Jahren 2018, 2019, 2022 und 2024 an. Das abwechslungsreiche Programm bot fachliche Einblicke, Sprachpraxis sowie die Möglichkeit, die Region kennenzulernen. Erstmals begleitete auch der Praktikant Jakub Hubáček aus Prag das KOMO‑Team und unterstützte bei der Organisation.
Einblicke in Campus und Forschung
Zum Auftakt begrüßten Prof. Dr. Julia Heigl sowie Mitarbeiterinnen des KOMO‑Teams die Gruppe auf dem Campus in Weiden. Anschließend stellte Cornelia Eichinger die Hochschule und ihre vielfältigen Studienangebote vor. Eine Campus‑Rallye sowie zahlreiche Laborführungen ermöglichten den Gästen spannende Einblicke in Forschung und Technik. Besonders beeindruckten die Studierenden die Demonstration des robotischen Hundes sowie der Besuch des Operationssaals.
Am Nachmittag präsentierten die Studierenden aus Pardubice ihren eigenen Campus in der Orange Lounge. In Gesprächen mit internationalen Studierenden entstand eine offene und lebendige Atmosphäre – inklusive eines humorvollen Moments, als ein ägyptischer Student begeistert bemerkte: „Petr Čech? Den kenne ich – er hat doch bei Chelsea FC gespielt.“
Karrierechancen und Praxis erleben
Der zweite Tag stand im Zeichen beruflicher Perspektiven in Bayern. Im BiZ‑Zentrum erhielten die Studierenden einen Überblick über Arbeitsmöglichkeiten sowie über die Angebote des EURES‑Portals. Am Nachmittag ging es weiter nach Amberg, wo das Running Snail Racing Team seine selbst entwickelten Rennwagen vorstellte. Die Präsentation bot einen praxisnahen Einblick in ingenieurwissenschaftliche Projektarbeit und studentisches Engagement. Für die Studierenden der Fakultät für Verkehrswesen war es ein besonderes Erlebnis, die Arbeit des Teams kennenzulernen und selbst in einem Rennwagen Platz zu nehmen.
BewerbungsTraining und interkultureller Austausch
Der Mittwoch begann mit einem Bewerbungstraining des Studien‑ und Career‑Service, das die Teilnehmenden auf typische Situationen im Bewerbungsprozess vorbereitete. Anschließend besuchte die Gruppe einen Sprachkurs mit praktischen Übungen und gezieltem Wortschatztraining.
Ein besonderes Highlight war der Workshop mit der Methode Lego Serious Play, geleitet von Marina Dötterl. Die Teilnehmenden bauten Modelle, die ihre Vorstellungen einer idealen deutsch‑tschechischen Zusammenarbeit darstellten, und präsentierten diese anschließend auf Deutsch – eine spielerische und zugleich wirkungsvolle Methode zur Förderung der Kommunikations- und Ausdrucksfähigkeit.
Nürnberg als kultureller Abschluss
Am vorletzten Tag führte die Exkursion nach Nürnberg. Nach einer gemeinsamen Stadtführung hatten die Studierenden Zeit zur freien Verfügung, um die Stadt individuell zu erkunden. Einige besuchten Museen oder das Dokumentationszentrum, um sich intensiver mit der Geschichte auseinanderzusetzen. Andere entschieden sich für sportliche Aktivitäten, Spaziergänge oder einen Bummel durch die Altstadt. So konnte jede und jeder persönliche Eindrücke sammeln.
Nachhaltige Eindrücke und neue Perspektiven
Die Exkursion vermittelte nicht nur fachliche Erkenntnisse, sondern auch wertvolle interkulturelle Erfahrungen. Die Studierenden kehrten mit neuer Motivation für das Deutschlernen, einem vertieften Verständnis der Studien- und Arbeitsmöglichkeiten in Deutschland sowie zahlreichen neuen Kontakten zurück.
Gefördert wurde die Reise durch die Bayerisch‑Tschechische Hochschulagentur (BTHA) – ein weiterer Baustein der erfolgreichen und vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen der Universität Pardubice und der OTH Amberg‑Weiden.


