Jugend forscht – Regionalwettbewerb Nördliche Oberpfalz

Unter dem Motto „Maximale Perspektive“ startet Jugend forscht in die neue Runde. Ab sofort können sich junge Menschen mit Freude und Interesse an Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) wieder bei Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb anmelden. Schülerinnen und Schüler, Auszubildende und Studierende sind aufgerufen, in der 61. Wettbewerbsrunde innovative und spannende Forschungsprojekte zu präsentieren.
Die OTH Amberg-Weiden hat für die nördliche Oberpfalz die Patenschaft übernommen und richtet seit 2021 den Regionalwettbewerb „Jugend forscht” aus. Der nächste Regionalwettbewerb Nördliche Oberpfalz findet am 25. Februar 2026 an der OTH in Weiden statt.
Projektvorstellungen 2026
Projekte – Fachbereich Arbeitswelt
Blumenheber für den Rasenmäher
Teilnehmer: Luca Jakob (11 Jahre) und Alexander Moro (10 Jahre), Joseph-von-Fraunhofer-Gymnasium, Cham
Unser Projekt ist ein Blumenheber für den Rasenmäher. Dieser hebt die Blumen an, wenn sie vom Beet in den Rasen hängen. Unseren Blumenheber kann man vom Rasenmäher abnehmen (z.B. für die Reinigung). Das Gerät hebt dank der Keilform die Blumen sacht an, so dass sie nicht in das Mähwerk des Rasenmähers kommen. Es ist ein gutes und hilfreiches Gerät für die Gartenarbeit.
Magnetischer Gewürzhalter
Teilnehmer: Jakob Heuberger (11 Jahre), Joseph-von-Fraunhofer-Gymnasium, Cham
In vielen Küchen befinden sich Hochschränke. Normalerweise wird nur das Innere eines Hochschrankes zur Aufbewahrung von Küchenutensilien benutzt. Mit meiner Erfindung kann man aber auch die Unterseite benutzen: An der Unterseite des Bodens habe ich eine Metallplatte angebracht. Befestigt man beispielsweise am Deckel von Gewürzbehältern Magnete, so haften die Gewürzbehälter an der Metallplatte und können dort auch völlig flexibel positioniert werden.
Lollipopper: eine Auswickelhilfe für Lollis
Teilnehmer: Samuel Heuberger (12 Jahre) und Neo Schwarzfischer (12 Jahre), Joseph-von-Fraunhofer-Gymnasium, Cham
Unterwegs habt ihr plötzlich Lust auf einen leckeren Lolli. Das Problem: Die Verpackung lässt sich einfach nicht öffnen. Darum haben wir den praktischen Lollipopper für unterwegs erfunden. Durch das Scheckkartenformat findet er perfekt Platz im Geldbeutel und ist immer griffbereit. Er ist aus zwei Scheckkarten aufgebaut, die beide einen deckungsgleichen dreieckigen Einschnitt besitzen. Am Einschnitt ist zwischen den beiden Karten eine Rasierklinge angebracht. Als Schutzkappe werden die beiden herausgeschnittenen und aufeinander geklebten Dreiecke benutzt. Die Kappe dient sowohl als Schutz vor der Klinge als auch als Schutz für die Klinge. Wenn man einen Lolli lutschen möchte, muss man nur die Schutzkappe entfernen, den Lolli mit der Stelle zwischen Lollikopf und Stiel an der Rasierklinge ansetzen und den Lolli drehen.
Verbesserter Fressplatz für Hühner
Teilnehmer: Samuel Heuberger (12 Jahre) und Luca Schmid, Joseph-von-Fraunhofer-Gymnasium, Cham
Uns hat es immer gestört, dass unsere Hühner das Futter aus dem Futtereimer herausschleudern und dadurch das Futter verunreinigt oder von Wildvögeln gefressen wird. Diese Verschwendung zusammen mit den hohen Futterkosten möchten wir ändern. Der Fressplatz besteht aus einem handelsüblichen Futtereimer mit zwei Futtermöglichkeiten. Darunter ist ein weiterer Futtereimer montiert, in den das herausfallende Futter über eine Rutsche gelangt. Dieser Auffangeimer ist in einem Gestell befestigt und mit einem Gitter vor Nagetieren geschützt. Das nicht verunreinigte Futter kann aus dem Auffangeimer wieder entnommen und wiederverwendet werden. Über dem Gestell ist ein wasserdichtes Dach montiert. Für die Hühner ist vor dem Gestell eine Rampe montiert, sodass sie den Fressplatz erreichen können. Für den Bau haben wir umweltfreundliches Recyclingmaterial gewählt.
Toilettenpapier Test – Welches ist das Beste für die Umwelt und für mich?
Teilnehmerinnen: Kathrin Force (14 Jahre) und Theresa Force (12 Jahre), Dr.-Johanna-Decker-Gymnasium, Amberg
In unserer Arbeit wollen wir etwas untersuchen, was nahezu jeder verwendet und worüber sich vermutlich die Wenigsten wirklich Gedanken machen. Toilettenpapier ist eines dieser Produkte. Wir werden zuerst die Prüfmuster auswählen. Unser Ziel ist es, die Produkte zu testen die möglichst viele Verbraucher verwenden. Dafür werden wir einen Fragebogen verteilen. Nach dem Einkauf der Testtoilettenpapiere-Prüfmuster werden wir diese genau erfassen und mit Schlüsselnummern versehen. Unsere Prüfkriterien
1 Es muss saugfähig sein
2 Es darf beim Gebrauch nicht reißen, selbst wenn es feucht ist
3 Es darf die Toilette nicht verstopfen
4 Es muss weich sein; angenehm sein, sich sicher dem Körper anpassen
5 Es muss preiswert, sowie umweltfreundlich sein
Mobile Bierbank-Rückenlehne
Teilnehmer: Emilio Weber (13 Jahre), Joseph-von-Fraunhofer-Gymnasium, Cham
Wenn man schon etwas älter ist, dann möchte man sich am liebsten beim Sitzen immer anlehnen. Bei einer normalen Bierbank ist das aber nicht möglich. Meine mobile Rückenlehne kann man ganz einfach in den Biergarten, zum Volksfest oder zum Konzert mitnehmen. Sie lässt sich einfach montieren und man kann ohne Rückenschmerzen wieder nach Hause gelangen.
TimberMind
Teilnehmer: Tobias Schmidt (17 Jahre), Schillergymnasium, Hof
Ich habe einen Sägespaltautomaten zur Produktion von Brennholz teilweise automatisiert. Dabei habe ich ein System entwickelt, das bestimmte Arbeitsschritte selbstständig ausführt. Für die Umsetzung verwende ich einen ESP32-Mikrocontroller, ein Relaismodul und mehrere Sensoren, die verschiedene Zustände des Spaltautomaten erfassen und steuern. Ziel meines Projekts ist es, die Bedienung des Spaltautomaten zu vereinfachen und den Arbeitsablauf effizienter zu gestalten, indem wiederkehrende Aufgaben automatisiert werden.
Entwicklung eines portablen Ölwechseltools zur Prozessvereinfachung
Teilnehmer: Amirmahdi Moradi (18 Jahre), Stiftland-Gymnasium, Tirschenreuth
Dieses innovative, tragbare Werkzeug für den Ölwechsel im Auto wurde entwickelt, um den Ablauf des Motoröl-Ablassens zu vereinfachen und zu optimieren.
Im Mittelpunkt steht ein becherförmiger, hochkapazitiver Öltrichter, der mit einer zentralen, ratschenkompatiblen Stecknuss ausgestattet ist. Die Stecknuss ist über wasserdichte, hochbelastbare Kugellager montiert, sodass sie frei rotieren kann, während der Trichter selbst stabil bleibt. Dadurch kann der Anwender die Ölablassschraube mit einer herkömmlichen Ratsche oder sogar einem Akkubohrer lösen oder entfernen, ohne den Trichter neu ausrichten zu müssen. Der Trichter verfügt über einen seitlichen Gewindeanschluss, an dem ein Schlauch oder Rohr befestigt werden kann, um das Öl direkt in einen externen Auffangbehälter zu leiten. Dies reduziert Verschmutzungen, verbessert die Sauberkeit und macht den gesamten Ölwechselprozess effizienter. Ein seitlich angebrachter Griff sorgt für eine stabile Handhabung und erleichtert das Positionieren
SiGG 80Z Autogen Schweißgerät
Teilnehmer: Daniel Gembus (19 Jahre) und Renat Fisun (18 Jahre), Gustav-von-Schlör-Schule Staatliche Fachoberschule Weiden i.d.OPf., Weiden
SiGG 80Z handelt sich um einen neuen Prototyp der SiGG-Line, bei dem wir die Struktur optimiert und die Größe des Geräts reduziert haben ohne dabei die Leistung zu beeinträchtigen. Der SiGG 80Z soll in Zukunft ebenfalls das CE Zeichen erhalten und das erste Produkt der Firma WAGTec SiGG steht für Nachhaltigkeit und Effizienz und bietet eine ökologisch sinnvolle Lösung im Vergleich zu traditionellen Schweißgeräten. Das innovative System basiert auf dem Verbrauch von Wasser und Strom wodurch der Einsatz von umweltschädlichen Brennstoffen vollständig entfällt. Bei der Entwicklung und Montage lag unser Fokus auf maximaler Sicherheit und Zuverlässigkeit, um eine anwenderfreundliche und langlebige Lösung zu schaffen.Unser Ziel ist es, den hohen Ansprüchen moderner Industrie- und Handwerksbetriebe gerecht zuwerden und gleichzeitig einen aktiven Beitrag zur Schonung der Umwelt zu leisten. SiGG verbindet technologische Innovation mit ökologischem Bewusstsein für eine nachhaltige Zukunft.
Projekte – Fachbereich Biologie
Pflanzliche Kleberherstellung
Teilnehmerinnen: Katharina Reimer (11 Jahre) und Alisa Distler (12 Jahre), Willibald Gluck Gymnasium, Neumarkt i.d.OPf.
Wir wollen einen pfllanzlichen Klebstoff herstellen.
Schimmel-Check: „Was passiert mit Lebensmitteln über mehrere Wochen?“
Teilnehmerinnen: Sabina Angeli Schiller (11 Jahre) und Maja Liebe (12 Jahre), Willibald-Gluck-Gymnasium, Neumarkt i.d. OPf.
Wir untersuchen, wie und warum Lebensmittel schimmeln. Dazu beobachten wir Apfel, Brot, Käse und Schinken bei Raumtemperatur über mehrere Wochen. Jede Woche (nach 1, 2, 3 Wochen ...) machen wir ein Foto und beschreiben die Veränderungen im Aussehen (z.B. Punkte, Farben, Flaum). So vergleichen wir, welches Lebensmittel schneller schimmelt und welche Bedingungen Schimmel mögen. Am Ende geben wir einfache Tipps, wie man Schimmelbildung reduzieren kann (z.B. kühl und trocken lagern) und erklären, wie man schimmelige Lebensmittel sicher entsorgt.
Abwasseruntersuchungen und Trinkwasserqualität in der Gemeinde Zandt
Teilnehmer: Maximilian Müller (19 Jahre), Joseph-von-Fraunhofer-Gymnasium, Cham
Diese W-Seminararbeit beschäftigt sich mit der Bedeutung von Wasser als zentrale Ressource und untersucht, wie Trinkwasser bereitgestellt und Abwasser in modernen Anlagen gereinigt wird. Neben grundlegenden Informationen zu chemischen, biologischen und mechanischen Reinigungsverfahren wird auch der Umgang mit Klärschlamm sowie aktuelle Herausforderungen wie Ressourcenschutz und Klimawandel betrachtet. Ein praktischer Teil ergänzt die Arbeit durch eigene Untersuchungen ausgewählter Wasserproben.
Ziel ist es, ein umfassendes Verständnis für die Prozesse der Wasseraufbereitung und deren Bedeutung für Umwelt, Gesundheit und Gesellschaft zu vermitteln.
Flussrenaturierungen und ihre Auswirkungen im Landkreis Cham
Teilnehmer: Fabian Plötz (18 Jahre), Joseph-von-Fraunhofer-Gymnasium, Cham
In diesem Projekt untersuche ich, wie Renaturierungsmaßnahmen im Landkreis Cham die ökologischen Eigenschaften von Regen, Chamb und ihren Auen beeinflussen. Im Fokus stehen die Wasserqualität (pH-Wert, Nitrat, Härte) sowie Boden- und Standortbedingungen entlang unterschiedlich regulierter und naturnaher Flussabschnitte. Durch eigene Messreihen, Kartierungen, Fotovergleiche und historische Recherchen wird sichtbar, wie frühere Eingriffe die Flusslandschaft prägten und welche ökologischen Effekte heutige Renaturierungen auf Strukturvielfalt und Stabilität haben.
Projekte – Fachbereich Chemie
Biologisch abbaubarer Bastelkleber
Teilnehmerinnen: Johanna Schafbauer (18 Jahre) und Liselotte Waldherr (18 Jahre), Ortenburg-Gymnasium, Oberviechtach
Herstellung eines biologisch abbaubaren Bastelklebers. Experimentelle Erarbeitung der Inhaltsstoffe, die am nächsten an herkömmlichen Kleber kommen und gleichzeitig biologisch abbaubar sind bzw. im Papier-Recycling-Prozess abgebaut werden können.
Experimentelle Untersuchung zur Verstoffwechselung verschiedener Zucker durch Bakterien
Teilnehmer: Felix Kraus (18 Jahre), Willibald-Gluck-Gymnasium, Neumarkt i. d. OPf.
Im Rahmen meines Projekts wird untersucht ob das Darmbakterium E.coli verschiedene Zucker und Zuckerersatzstoffe verstoffwechseln kann. Hierzu verwende ich den Bakterien Phenolrot-Fermentationstest, welcher durch eine Farbänderung anzeigt ob ein bestimmtes Testmedium verstoffwechselt wurde oder nicht. Das Projekt dient der Untersuchung des Zuckerstoffwechsels im Darm.
Lösungsmittelbasiertes Recycling und dessen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft
Teilnehmerin: Hannah Weig (18 Jahre), Gustav-von-Schlör-Schule Staatliche Fachoberschule Weiden i.d.OPf., Weiden
Mein Projekt untersucht, wie das lösungsmittelbasierte Kunststoffrecycling zur Kreislaufwirtschaft beitragen kann.
Ausgangspunkt ist die wachsende Umweltbelastung durch Kunststoffabfälle sowie die Grenzen herkömmlicher Recyclingmethoden. Das lösungsmittelbasierte Verfahren setzt genau hier an: Es erhält die Polymerstruktur und ermöglicht die Abtrennung von Additiven und Fremdstoffen, sodass nahezu neuwertige Rezyklate gewonnen werden können. Um das Verfahren praktisch zu verstehen, durfte ich beim Fraunhofer IVV in Freising die Untersuchungen genauer kennenlernen.
Zink-Luft-Akkumulator
Teilnehmer: Vincent Reger (18 Jahre), Gustav-von-Schlör-Schule Staatliche Fachoberschule Weiden i.d.OPf., Weiden
Im Ramen einer Seminararbeit an der Fachoberschule welche den Titel „Beschreibung der Konstruktion eines Zink-Sauerstoff-Akku und Vergleich der Funktionalität variiernder Zell-Konstruktionen“ besitzt, wurde ein Zink-Luft-Akkumulator Konzeptiert, Gebaut und Getestet.
Untersuchungen zur antibakteriellen Wirkung von Zwiebeln
Teilnehmerin: Kathleen Weber (19 Jahre), Willibald-Gluck-Gymnasium, Neumarkt i.d. OPf.
Ich untersuche die mögliche antibakterielle Wirkung von Zwiebeln gegenüber Escherichia coli. Dafür stelle ich verschiedene Zwiebelpräparate her und teste sie mithilfe des Agar-Diffusionstests. Die Bakterienkulturen werden auf Hemmhöfe untersucht und mit Kontrollproben wie Antibiotika und Desinfektionsmitteln verglichen. Ziel des Projekts ist es herauszufinden, ob natürliche Inhaltsstoffe der Zwiebel antibakterielle Eigenschaften besitzen und welchen Einfluss zum Beispiel die Verarbeitung darauf hat.
Fluoreszenz in allgemeinen Bereichen – Fluoreszenz der organischen Verbindung Chlorophyll
Teilnehmerinnen: Maria Lang (14 Jahre), Nele Schroeder (14 Jahre) und Johanna Feiler, (13 Jahre), Dr.-Johanna-Decker-Gymnasium, Amberg
Wir beschäftigen uns in unserem Projekt mit Floureszenz im Allgemeinen. Wie die Floureszenz in verschiedenen Bereichen vorkommen und wozu es nützlich ist. Wir zeigen wo man die Floureszenz im Altagsleben oder der Arbeit auffinden kann.
Projekte – Fachbereich Geo- und Raumwissenschaften
Der Einfluss von Nährstoffeinträgen auf aquatische autotrophe Organismen
Teilnehmer: Leo Pilz (19 Jahre), Staatliche Fachoberschule Schwandorf, Schwandorf
In diesem Experiment wird untersucht, wie verschiedene Düngerkonzentrationen die Algenentwicklung in Gewässern beeinflussen. In mehreren 250ml Fernbachkolben werden Algen mit unterschiedlichen Konzentrationen von Flüssigdünger versorgt, während eine Kontrollgruppe unbehandelt bleibt. Außerdem wird eine Kultur in einem optimalen Nährmedium angesetzt. Das Wachstum der Algen wird mithilfe eines Photometers, das die OD bestimmt, gemessen. So lässt sich anschaulich darstellen, wie verschiedene Nährstoffkonzentrationen das Algenwachstum beeinflussen.
Der Emissionsnebel Orionnebel: Aufnahme und Analyse seines Spektrums
Teilnehmer: David Niebauer (19 Jahre), Joseph-von-Fraunhofer-Gymnasium, Cham
Ich untersuche das Spektrum des Orionnebels, eines der hellsten und bekanntesten Sternentstehungsgebiete. Da der Nebel nahe liegt und deutliche Emissionslinien besitzt, eignet er sich gut für eine Analyse mit Amateur-Equipment. Ich beschreibe zunächst seine wichtigsten Eigenschaften, darunter die Lage im Sternbild Orion, seine Zusammensetzung und die Bedeutung des Trapez-Sternhaufens, dessen energiereiche Strahlung das Gas ionisiert und zum Leuchten bringt. Danach werden die Grundlagen der Spektroskopie erklärt und wie Spektrallinien Rückschlüsse auf chemische Elemente ermöglichen. Der praktische Teil beschreibt den Versuch mit einem Celestron C8, einem DADOS-Spektrografen und einer CCD-Kamera. Die aufgenommenen Spektren wurden in der Software BASS verarbeitet und mit professionellen Referenzdaten verglichen. Trotz kleiner Abweichungen konnten die wichtigsten Linien sicher erkannt werden. Die Arbeit zeigt, dass auch Amateurmessungen wissenschaftlich nutzbare Ergebnisse liefern können.
Lebensweg des Sterns Beteigeuze im Sternbild Orion – Aufnahme und Analyse eines Spektrums
Teilnehmer: Maximilian Ferstl (19 Jahre), Joseph-von-Fraunhofer-Gymnasium, Cham
Die Arbeit untersucht den Lebensweg massereicher Sterne am Beispiel Beteigeuze und verbindet dabei theoretische Grundlagen der Astrophysik mit einer praktischen Spektralanalyse. Zunächst werden zentrale physikalische Eigenschaften von Sternen sowie deren Entwicklungsphasen (von der Entstehung zum Endstadium) systematisch erläutert. Darauf aufbauend wird Beteigeuze hinsichtlich Masse, Temperatur, Spektraltyp und Entwicklungsstand eingeordnet und seine Bedeutung als Roter Überriese herausgearbeitet. Im praktischen Teil wird ein eigenes Spektrum des Sterns aufgenommen, kalibriert und ausgewertet. Dabei werden charakteristische Absorptionsmerkmale, chemische Zusammensetzung und atmosphärische Struktur bestimmt. Die Ergebnisse bestätigen die theoretischen Annahmen und zeigen auf, dass astrophysikalische Fragestellungen auch mit schulischer Ausstattung wissenschaftlich untersucht werden können.
Projekte – Fachbereich Mathematik/Informatik
Escape Chiara – programmiert mit Python
Teilnehmerin: Chiara Bäumel (18 Jahre), Joseph-von-Fraunhofer-Gymnasium, Cham
Mein Projekt verfolgt das Ziel, ein einfaches funktionsfähiges Spiel zu schaffen, das vollständig mit Python programmiert wird. Dabei soll es nach dem MVC-Prinzip aufgebaut werden und zwei unterschiedliche Views haben. Im Spiel ist es die Aufgabe den Asteroiden auszuweichen. Man selbst ist ein Raumschiff. In dem Menu kann man nun zwischen einer 2D- und einer 3D-Version auswählen. Bei der 2D-Version fallen die Hindernisse von oben herab und man kann nach links oder rechts ausweichen. In der 3D-Version kommen die Asteroiden aus der Bildschirmebene heraus und man kann nach oben, unten, rechts oder links ausweichen. Während des Spiels steigt der Punktestand und alle Asteroiden werden schneller.
Roboterhund-Training mit KI
Teilnehmer: Robin Lugauer (18 Jahre), Joseph-von-Fraunhofer-Gymnasium, Cham
Bei meinem Projekt wird einem vierbeinigen Roboter mithilfe von Reinforcement Learning das Fortbewegen antrainiert. Dieses Training geschieht in der Open-Source Programmbibliothek IsaacLab bzw. IsaacSim virtuell, wobei die eigentliche Arbeit des Projekts darin besteht, einen Python-Programmcode zu erstellen, welcher das Training mithilfe dieser und weiterer Bibliotheken (z.B. SKRL) für den eigenen Roboter steuert. Dafür werden zudem die Grundlagen und die Vorgehensweise für das Reinforcement Learning geklärt. Als Ergebnis lässt sich festhalten, dass sich Reinforcement Learning zum Einsatz beim Training eines Roboters sehr gut eignet, auch wenn dafür sehr viele Variablen angepasst werden müssen.
Zimmerpflanzenbewässerungssystem
Teilnehmer: Korbinian Haselsteiner (18 Jahre), Joseph-von-Fraunhofer-Gymnasium, Cham
Das Bewässerungssystem versorgt Zimmerpflanzen automatisch mit Wasser und lässt sich trotz aktueller Ausrichtung auf Efeututen grundsätzlich für andere Pflanzen anpassen. Es reguliert Boden- und Luftfeuchtigkeit und zeigt zusätzlich die Temperatur an. Grundlage ist ein ESP-32, auf dem ein teils KI-gestütztes Micro-Python-Skript läuft. Sensoren erfassen kontinuierlich relevante Parameter, während ein Relaismodul eine Wasserpumpe und einen Ultraschall-Verdampfer steuert. Die Aktivierung erfolgt automatisch anhand der Messwerte. Ein lokal erreichbarer Webserver ermöglicht das Abrufen der aktuellen Daten, das Anpassen der Luftfeuchtigkeit sowie das Stoppen der Bewässerung, etwa für die Nacht. Das Programm folgt einer Prozesskette aus Datenerfassung, Analyse und automatischer Entscheidung über Bewässerungs- und Befeuchtungsmaßnahmen.
Projekte – Fachbereich Physik
Dinge mit Magneten schweben lassen
Teilnehmer: Ben Bauer (12 Jahre) und Felix Link (11 Jahre), Willibald-Gluck-Gymnasium, Neumarkt i.d. OPf.
In unserem Jugend forscht Projekt experimentieren wir mit Diamagneten, um Objekte zum Schweben zu bringen. Wir erforschen, wie diese speziellen Materialien funktionieren und welche Bedingungen nötig sind, damit sie schweben. Unser Ziel ist es, dieses Wissen zu nutzen, um ein Flugzeugmodell zu entwickeln, das in der Luft schwebt.
Experimente im Vakuum
Teilnehmerin: Sarah Richter (12 Jahre), Willibald-Gluck-Gymnasium, Neumarkt i. d. OPf.
Ich möchte in meinem Projekt testen, wie sich verschiedene Materialien im Vakuum verhalten.
Woraus bestehen Farben – Farben natürlich herstellen
Teilnehmerinnen: Alina Nistschuk (13 Jahre) und Isabella Völkel (14 Jahre), Dr.-Johanna-Decker-Gymnasium, Amberg
In unserem Projekt geht es darum, aus was Farben bestehen beziehungsweise wie man sie natürlich herstellen kann. Wir wollen dies herausfinden. indem wir verschiedene „Pflanzen“ ausprobieren und danach unterscheiden, ob flüssige Farbe, pulverartige Farbe oder Farbe aus dem Supermarkt kostengünstige, nachhaltiger und besser zum Malen sind.
Hydrocarbon – Auswirkungen von Finnenkrümmung auf das Flugverhalten einer Wasserrakete
Teilnehmer: Ludwig Wittmann (18 Jahre), Nikolas Lara Frischholz (18 Jahre) und Luca Rittner (17 Jahre), Kepler-Gymnasium, Weiden i.d. OPf.
Hydrocarbon-1 ist eine selbstkonstruierte Modellrakete, die Wasser als Treibmittel nutzt. Sie wurde gemeinsam mit einer dezidierten Startrampe und einem Windkanal iterativ entwickelt und getestet. Die Rakete verfügt über einen carbonverstärkten Drucktank, der 15 Bar standhält, über elektronische Sensor- und Kommunikationstechnik, die mit selbst entwickelter Software operieren, sowie über ein vollautomatisches Fallschirmsystem, das eine Wiederverwendung aller Komponenten ermöglicht. Im Folgenden wird untersucht, inwiefern eine Krümmung der aerodynamischen Stabilisationsfinnen das Flugverhalten beeinflusst.
Rupertstropfen 2.0
Teilnehmerin: Sophia Malin Mühling (18 Jahre), Willibald-Gluck-Gymnasium, Neumarkt i.d. OPf.
Im vergangenem Jahr hatte ich bereits den klassischen Ruperts Tropfen präsentiert, dieses Jahr allerdings werden deutlich spannendere Experimente mit dem Ruperts Tropfen durchgeführt, beispielsweise ob er auf funktioniert wenn man ihn statt in kaltes Wasser in kalten Sand abtropfen lässt.
Versuche mit Linsen
Teilnehmer: Moritz Iberl (12 Jahre) und Nicolas Zech (12 Jahre), Willibald-Gluck-Gymnasium, Neumarkt i. d. OPf.
Wir wollen mit Hilfe von Linsen Dinge erhitzen/zum Kochen bringen/entflammen. Wir wollen ebenfalls selbst eine Linse bauen. Wir nutzen statt der Sonne auch eine Lampe um einen Lichtpunkt zu erzeugen, da wir in einer Halle sind und im Winter wenig Sonneneinstrahlung gibt.
Projekte – Fachbereich Technik
Tennisballaufsammelmaschine
Teilnehmer: Benedikt Bemmerl (19 Jahre), Joseph-von-Fraunhofer-Gymnasium, Cham
Ich baue eine Tennisballaufsammelmaschine. Diese Konstruktion soll Tennisbälle in eine Wanne transportieren, damit man sich nicht immer runterbücken muss. Die Tennisbälle werden mit einem Schaufelrad nach oben befördert und anschließend in eine Wanne geworfen. Das Schaufelrad wird mit den Reifen verbunden und durch die Umdrehung der Reifen angetrieben. Die Wanne wird im Inneren der Konstruktion befestigt und dient dazu, die Tennisbälle aufzufangen und einzulagern.
Automatischer Geldzähler
Teilnehmer: Julius Harteis (10 Jahre) und Julian Roth (10 Jahre), Willibald Gluck Gymnasium, Neumarkt i.d.OPf.
In unserem Projekt entwickeln wir einen automatischen Geldzähler, der speziell für Euromünzen gebaut wurde. Er soll einfach zu bedienen sein, Münzen zählen und sortieren. Wir nutzen 3D-Druck, um die Teile für unseren Zähler herzustellen. Zum Schluss soll der Münzzähler anzeigen, wiesviel Geld gezählt wurde.
Personenbeleuchtung für E-Scooter-Fahrer im Straßenverkehr
Teilnehmer: Moritz Nicklas (12 Jahre), Joseph-von-Fraunhofer-Gymnasium, Cham
Um die Straßensicherheit im allgemeinen und für den einzelnen zu verbessern, werde ich ein jederzeit schnell einsetzbares Sicherheitstool entwickeln, um ein zu spätes oder vollständiges Übersehen von z.B. E-Scooter-Fahrer o.ä. zu vermeiden.
Herablassbare Gondel (für Menschen mit Höhenangst in Gefahrenfällen)
Teilnehmer: Emilio Weber (13 Jahre) und Ferdinand Laußer (14 Jahre), Joseph-von-Fraunhofer-Gymnasium, Cham
Wir haben das Modell einer Gondel gebaut, die im Falle eines technischen Defekts im Ganzen herablassbar ist, damit Menschen mit Höhenangst sicher aus der Gondel kommen, ohne sich einzeln abzuseilen, was sie sich wahrscheinlich nicht trauen würden.
Bau eines EEG Headsets und Auswertung der Daten durch KI
Teilnehmer: Ludwig Bischoff (18 Jahre), Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium, Schwandorf
Ich werde mein eigenes EEG-Gerät bauen und programmieren. Der Chip zur Messung und die Elektroden werden gekauft und das Headset 3D-gedruckt. Die Daten werden mit Gesichtszügen abgeglichen und in Echtzeit wird damit eine KI trainiert, um später Emotionen durch Hirnströme auszulesen.
Der Bau eines Quadrupeden Roboters
Teilnehmer: Jonas Nicklas (19 Jahre), Willibald-Gluck-Gymnasium, Neumarkt i.d.OPf.
Das Projekt zielt darauf ab, einen eigenen vierbeinigen Laufroboter zu konstruieren, der im Vergleich zu herkömmlichen Low-Budget-Lösungen eine präzisere und stabilere Bewegungsausführung ermöglicht. Im Fokus steht der gezielte Einsatz digitaler Servoantriebe, um die Grenzen einfacher RC-Servos hinsichtlich Positioniergenauigkeit, Rückmeldung und Belastbarkeit zu überwinden.






































