Geoinformatik & Landmanagement: Bodenanalyse mit Radar neu gedacht

Was steckt unter unseren Füßen? Dieser Frage gehen zwei duale Studierende des Studiengangs Geoinformatik und Landmanagement in ihrer Bachelorarbeit nach – und setzen dabei auf modernste Messtechnik.

Das Projekt entsteht in Zusammenarbeit mit dem Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz (ALE) im Rahmen der Flurneuordnung und Dorferneuerung Guteneck-Weidenthal (Landkreis Schwandorf). Ziel ist es zu untersuchen, ob Bodenradar künftig eine Rolle bei der landwirtschaftlichen Bodenbewertung spielen kann.

Zum Einsatz kommt ein Bodenradar, mit dem landwirtschaftliche Flächen zerstörungsfrei und flächendeckend analysiert werden. Das System sendet elektromagnetische Impulse in den Boden und macht so Unterschiede in Schichten, Feuchtigkeit oder verborgene Strukturen sichtbar. Bisher erfolgt die Bewertung meist über punktuelle Bodenproben, die zwar zuverlässig, aber zeitaufwendig sind. Der neue Ansatz ermöglicht hingegen eine schnelle, kontinuierliche Datenerfassung über größere Flächen hinweg und könnte klassische Methoden sinnvoll ergänzen.

Die erhobenen Daten werden anschließend mit vorhandenen Bodenstichuntersuchungen verglichen und an der Hochschule wissenschaftlich ausgewertet. Damit leisten die Studierenden einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung digitaler Methoden in der Flächen- und Bodenbewertung. 

Den vollständigen Artikel des Amts für Ländliche Entwicklung Oberpfalz gibt es hier: https://www.ale-oberpfalz.bayern.de/395097/index.php

Die beiden dualen Studenten Lukas König und Jonas Müller mit dem Bodenradar vor dem ALE Oberpfalz. Foto: David Rieß, ALE Oberpfalz