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Elektromobilität: Europäisches Forschungsprojekt eDAS gestartet

| Hochschulkommunikation, Fakultät Elektrotechnik, Medien und Informatik

Vom 8. bis 9. Oktober 2013 fand bei AVL in Graz das Kickoff-Meeting zum Projekt eDAS statt, das an der OTH Amberg-Weiden federführend durch Prof. Dr.-Ing. Alfred Höß (Fakultät Elektro- und Informationstechnik) betreut wird. Bei heute am Markt befindlichen Elektrofahrzeugen reduziert sich die Reichweite durch die im Winter, aber auch im Sommer benötigten Nebenverbraucher (v. a. Heizung und Klima) erheblich. Das Projekt eDAS hat das Ziel, die Reichweite zu erhöhen und diese hohen Schwankungen durch ein integriertes Thermomanagement mindestens zu halbieren.

Projektteam: Kickoff-Meeting in Graz

Erreicht werden soll dies neben elektrischer Rekuperation und Nutzung der Abwärme von Antriebskomponenten durch Vorkonditionierung von Batterie und Fahrgastzelle sowie durch zusätzliche Energiequellen (z.B. spezielle Paraffine zur Speicherung von Energie im Phasenübergang, Laden von der Bordsteinkante), durch verbesserte elektrische und elektronische Komponenten und ein ganzheitliches, vorausschauendes Management aller Energiequellen und Verbraucher im Fahrzeug.

Das drei Jahre dauernde Projekt (Projektstart 01.10.2013) wird im Rahmen der Green Cars Initiative der Europäischen Kommission mit 8,9 Mio. € gefördert. Reiner John von Infineon Technologies in München koordiniert das Konsortium aus 15 Projektpartnern, darunter AVL, Siemens, Valeo, Hutchinson, Daimler, Fraunhofer, TU Dresden, TU Graz und die OTH Amberg-Weiden. Der Beitrag der Fakultät Elektro- und Informationstechnik mit einem Budget von ca. 460.000 € wird vom Team Heike Lepke, Johannes Zrenner und Andreas Waigel unter Betreuung von Prof. Dr. Alfred Höß erarbeitet.

Die Hauptaufgabe des OTH-Teams besteht in der Entwicklung einer Software-Middleware-Schicht, die die Verbindung zwischen Infineon’s neuester Micro-Controller-Hardware einserseits und den Anwendungsalgorithmen z.B. von AVL andererseits schafft. Über diese Software-Schicht erfolgen die Kommunikation und die Zugriffsverwaltung aller Energiequellen und –senken. Zusätzlich werden wir uns um den Internetauftritt des Projekts (www.eDAS-ev.eu) und um die Plattform zum projektinternen Datenaustausch kümmern. Für die Aufgaben in eDAS können wir vorteilhaft auf das im Projekt MotorBrain (www.MotorBrain.eu) gewonnene Knowhow aufbauen.

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