Erfahrungsberichte von Studierenden:

Im Masterstudiengang „Künstliche Intelligenz für industrielle Anwendungen“ (MAI) heißen wir internationale Studierende aus aller Welt willkommen, die gemeinsam an der OTH Amberg-Weiden studieren.

Wir haben uns die Zeit genommen, Studierende zu befragen, die kurz vor dem Abschluss ihres Studiums stehen, damit Sie einen Einblick in ihren akademischen Werdegang, ihre Erfahrungen mit dem Leben und Studieren in Deutschland sowie ihre Perspektiven als internationale Studierende im MAI-Studiengang erhalten.

Ammar Haider

Ich bin Ammar aus Pakistan. Bevor ich den Masterstudiengang „Artificial Intelligence for Industrial Applications“ (MAI) an der OTH Amberg-Weiden begann, habe ich in meinem Heimatland Mechatronik studiert. Die Ankunft in Deutschland und der Beginn meines Studiums hier waren anfangs eine Herausforderung, da alles neu und ungewohnt war. Es fühlte sich an, als würde ich in eine völlig andere Welt eintreten. Nach einiger Zeit habe ich mich jedoch an die Umgebung gewöhnt, das System besser verstanden, und die Dinge wurden nach und nach einfacher und angenehmer.

Was ich am MAI-Studiengang am meisten schätze, ist seine starke Ausrichtung auf die Industrie und die enge Verbindung zwischen den Professoren und der Wirtschaft. Die Professoren sind sehr zugänglich und während der Sprechstunden immer ansprechbar, was ich als internationaler Studierender besonders wertvoll fand. Dieser direkte Zugang zu akademischer Unterstützung war einer der Gründe, warum ich mich überhaupt für ein Studium in Amberg entschieden habe.

Während meines Studiums haben mir insbesondere Kurse wie „Deep Learning“ gefallen, in denen ich ein tieferes Verständnis für neuronale Netze, KI-Frameworks und deren praktische Anwendungen entwickeln konnte. Auch den projektbasierten Lernansatz habe ich sehr geschätzt. Eine der interessantesten Erfahrungen für mich war ein Projekt im Kurs „Embedded Intelligence“, bei dem wir Mikrocontroller in Kombination mit KI einsetzten, um eine Person innerhalb eines Gebäudes zu lokalisieren. Es war faszinierend zu sehen, wie Hardware und künstliche Intelligenz als komplettes System zusammenarbeiten können.

Über das technische Wissen hinaus hat mir dieses Studium geholfen, wichtige Fähigkeiten wie Zeitmanagement, Anpassungsfähigkeit und vor allem Problemlösungskompetenz zu entwickeln. Ich bin der Meinung, dass Problemlösungskompetenz eine der wichtigsten Fähigkeiten im Bereich der KI ist, insbesondere da sich die Technologie weiterhin rasant weiterentwickelt. Das internationale Umfeld hier hat mir zudem geholfen, mich persönlich weiterzuentwickeln, indem ich gelernt habe, mit Menschen unterschiedlicher kultureller Herkunft zu kommunizieren und zusammenzuarbeiten.

Ein weiterer wichtiger Aspekt meiner Erfahrung war das Erlernen der deutschen Sprache. Das Leben in Amberg bietet viele Gelegenheiten, mit Deutschsprechenden in Kontakt zu kommen, was mir geholfen hat, meine Sprachkenntnisse zu verbessern und mich besser in den Alltag zu integrieren. Außerhalb der Universität konnte ich durch den Beitritt zu einem örtlichen Badmintonverein und die Teilnahme an Gemeinschaftsaktivitäten die deutsche Kultur näher erleben und bedeutungsvolle Beziehungen außerhalb des Hörsaals aufbauen.

Was meinen beruflichen Werdegang angeht, bin ich der Meinung, dass es mit der richtigen Planung und dem nötigen Einsatz absolut möglich ist, in Deutschland gute Chancen zu finden. Während meiner Zeit hier hatte ich die Gelegenheit, bei einem Start-up in Berlin zu arbeiten, wo ich Erfahrungen im Medienbereich sammeln konnte. Derzeit arbeite ich in einem regionalen Unternehmen als Datenanalystin, wodurch ich das Gelernte in der Praxis anwenden kann.

Insgesamt rate ich zukünftigen Studierenden, offen zu bleiben, die sich bietenden Möglichkeiten zu nutzen und nicht zu zögern, bei Bedarf um Hilfe zu bitten. Die Universität bietet umfassende Unterstützung, doch es ist wichtig, aktiv auf sie zuzugehen und sich einzubringen. Mit Engagement und der richtigen Einstellung bietet das MAI-Programm nicht nur eine fundierte akademische Weiterbildung, sondern auch eine wertvolle persönliche und berufliche Weiterentwicklung.


Pallvi Pallvi

Ich bin Pallvi aus Indien. Ich habe meinen Bachelor in Informatik in Indien abgeschlossen und studiere derzeit im Masterstudiengang „Künstliche Intelligenz für industrielle Anwendungen“ (MAI) an der OTH Amberg-Weiden.

Als internationale Studentin begann meine Reise sowohl mit Vorfreude als auch mit Herausforderungen. Da ich aus einer Großstadt komme, brauchte ich einige Zeit, um mich an eine kleinere Stadt wie Amberg zu gewöhnen, aber ich habe mich nach und nach eingewöhnt und begann, das Umfeld und das Studentenleben hier wirklich zu schätzen.

Was ich am MAI-Studiengang am meisten schätze, ist seine starke Praxisorientierung. Wir lernen nicht nur Theorie – wir wenden KI-Techniken durch Projekte und Aufgaben auf reale Probleme an. Der Studiengang ist sehr praxisnah und industrieorientiert, was das Lernen viel sinnvoller macht.

Das Umfeld an der Hochschule ist sehr unterstützend. Die Professoren, das International Office und die studentischen Hilfskräfte sind immer ansprechbar. Es gibt auch viele gesellschaftliche Veranstaltungen wie Grillabende, Filmabende und Spieltage, die den Studierenden helfen, Kontakte zu knüpfen und Kulturen auszutauschen.

Akademisch habe ich fundierte Erfahrungen in den Bereichen maschinelles Lernen, Deep Learning und Verarbeitung natürlicher Sprache gesammelt. Besonders gefallen haben mir Projekte wie die Wundsegmentierung mittels Deep Learning und ein KI-Konferenzmodul, in dem wir Forschungsarbeiten analysiert und präsentiert haben. Auch ein Teamprojekt zu einem Smart-Home-System für die Altenpflege war sehr prägend.

Eine meiner größten Herausforderungen war es, Studium und Nebenjob unter einen Hut zu bringen, aber durch vorausschauende Planung habe ich mein Zeitmanagement verbessert. Die Universität unterstützt die Studierenden bei Bedarf auch in praktischen Belangen sehr gut, und die rund um die Uhr geöffnete Bibliothek ist besonders während Prüfungen und bei Projektarbeiten eine große Hilfe.

Derzeit arbeite ich als Werkstudent, wo ich Tools wie Google Analytics nutze und die Nachverfolgung der Marketingleistung unterstütze. Es macht mir Spaß, in einem internationalen Team zu arbeiten und von Kollegen mit unterschiedlichem Hintergrund zu lernen.

Außerhalb des Studiums halte ich mich durch Fitnessstudio, Joggen und Radfahren fit und nehme gerne an Studienreisen und sozialen Aktivitäten teil. Diese Erfahrungen haben mir geholfen, Deutschland zu erkunden und Freundschaften zu schließen.

Insgesamt lautet mein Rat an zukünftige Studierende: Seid offen, geht gut mit eurer Zeit um und nutzt sowohl die akademischen als auch die sozialen Möglichkeiten. Das MAI-Programm bietet nicht nur fundiertes Fachwissen, sondern auch wertvolle persönliche und berufliche Weiterentwicklung.


Thai Duc Hieu Tran

vertrauen, in meinem eigenen Tempo zu arbeiten und mich nicht zu sehr mit anderen zu vergleichen. Ich glaube, dass der Erfolg in einem Masterstudiengang Zeit, Geduld und Beständigkeit erfordert.

Auch die Unterstützung durch die Professoren war sehr groß. Sie sind immer bereit, den Studierenden zu helfen und sie bei Bedarf anzuleiten. Ich schätze auch das allgemeine Lernumfeld, in dem man regelmäßig sowohl Professoren als auch Kommilitonen trifft, was die Erfahrung verbindlicher und ansprechender macht.

Derzeit sammle ich Berufserfahrung als Werkstudent, was mir dabei hilft, meine Fähigkeiten in der Praxis anzuwenden. Insgesamt würde ich sagen, dass Programmierkenntnisse und die Bereitschaft zum kontinuierlichen Lernen für dieses Studium sehr wichtig sind.

Außerhalb des Studiums genieße ich die Natur in und um Amberg sowie die freundliche Atmosphäre der örtlichen Gemeinschaft. Ich fahre oft mit meiner Fahrkarte in nahegelegene Städte oder gehe in den Hügeln in der Nähe des Bahnhofs wandern, was mir hilft, mich zu entspannen, wenn ich gestresst bin.

Mein liebstes lokales Gericht ist Schnitzel, und ich probiere gerne regionale Spezialitäten und erlebe die deutsche Kultur. Was ich besonders schätze, ist die Freundlichkeit der Menschen und die einfachen alltäglichen Begegnungen, wie zum Beispiel das Grüßen auf der Straße.

Für die Zukunft plane ich, nach meinem Abschluss noch eine Weile in Deutschland zu arbeiten und weitere Berufserfahrung zu sammeln, bevor ich schließlich überlege, in mein Heimatland zurückzukehren.