HyBaBo veröffentlicht länderübergreifendes Regionalkonzept zur Wasserstoffwirtschaft in Bayern und Böhmen
Nach zwei Jahren gemeinsamer Projektarbeit liegt das länderübergreifende Regionalkonzept zur Wasserstoffnutzung, -erzeugung und -verteilung in der bayerisch-tschechischen Grenzregion vor. Das Konzept schafft eine wichtige Grundlage für die weitere Entwicklung der regionalen Wasserstoffwirtschaft und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit.
Mit dem Abschluss des Interreg-Projekts HyBaBo – Wasserstoffregion Bayern–Böhmen wurde ein zentrales Projektergebnis fertiggestellt: das länderübergreifende Regionalkonzept zur Wasserstoffnutzung, -erzeugung und -verteilung. Es untersucht die regionalen Voraussetzungen, Potenziale und künftigen Bedarfe und zeigt Perspektiven für die Entwicklung einer grenzüberschreitenden Wasserstoffwirtschaft auf.
Von der Potenzialanalyse zum Regionalkonzept
Aufbauend auf einer vorausgehenden Potenzialanalyse wurde das Regionalkonzept in Zusammenarbeit mit dem Institut für Energietechnik erarbeitet. Ein wichtiger Bestandteil war die Einbindung regionaler Unternehmen: Mithilfe einer Online-Datenabfrage wurden Informationen zu ihren Energiebedarfen und ihrem Interesse am künftigen Einsatz von Wasserstoff erhoben.
Die gewonnenen Daten bilden eine Grundlage, um vorhandene Potenziale und zukünftige Bedarfe in der Region abzuschätzen. Damit unterstützt das Konzept die Identifikation möglicher Entwicklungsperspektiven und schafft Anknüpfungspunkte für weitere regionale und grenzüberschreitende Planungsprozesse.
Grenzüberschreitende Zusammenarbeit als Schlüssel
Neben der fachlichen Analyse stand bei HyBaBo die Vernetzung regionaler Akteure im Mittelpunkt. Im Rahmen von Workshops und Veranstaltungen brachte das Projekt Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kommunen, Politik und weiteren Institutionen zusammen. Der grenzüberschreitende Austausch ermöglichte es, unterschiedliche Perspektiven und regionale Herausforderungen einzubeziehen und gemeinsame Ansätze für die Wasserstoffentwicklung zu diskutieren.
Das Regionalkonzept bündelt wichtige Erkenntnisse aus dieser Zusammenarbeit. Es soll als Orientierung für regionale Akteure dienen und dazu beitragen, die Wasserstoffwirtschaft in der bayerisch-tschechischen Grenzregion langfristig weiterzuentwickeln.
Wie geht es weiter? HyAdvanCE knüpft an HyBaBo an
Mit dem Abschluss von HyBaBo endet die Arbeit an der grenzüberschreitenden Wasserstoffplanung nicht. Das KoKWK der OTH Amberg-Weiden führt die Aktivitäten im Rahmen des neuen europäischen Kooperationsprojekts HyAdvanCE – Advancing Hydrogen Planning in Central Europe fort.
HyAdvanCE greift die Ergebnisse und Erfahrungen aus HyBaBo sowie weiteren europäischen Wasserstoffprojekten auf. Ziel ist es, bestehende Ansätze weiterzuentwickeln, in unterschiedlichen europäischen Grenzregionen zu erproben und die räumliche und regionale Planung der Wasserstoffwirtschaft zu stärken. Auch der in HyBaBo aufgebaute Akteurskreis soll weiter gepflegt werden, um den Austausch zu aktuellen Entwicklungen, Projekten und Anwendungsmöglichkeiten von Wasserstoff in der Region fortzusetzen.
Damit bildet das Regionalkonzept nicht nur den Abschluss einer zweijährigen Projektphase, sondern zugleich einen Ausgangspunkt für die weitere grenzüberschreitende Zusammenarbeit und die Übertragung regionaler Erfahrungen auf europäische Ebene.
Das Regionalkonzept steht als Projektergebnis zur Verfügung:


